Subscription
Subscription (Abonnement)
Ein Subscription-Modell beschreibt ein Geschäftsmodell, bei dem Kunden regelmäßig (monatlich, jährlich) für die Nutzung eines Produkts oder Dienstleistung zahlen. Im Gegensatz zum Einmalkauf entsteht eine dauerhafte Kundenbeziehung mit wiederkehrenden Einnahmen (Recurring Revenue).
Billing
Recurring Billing
Recurring Billing bezeichnet die automatisierte, wiederkehrende Rechnungsstellung. Das System erstellt zum definierten Zeitpunkt automatisch Rechnungen für alle aktiven Abonnenten und löst den Zahlungsprozess aus – ohne manuelle Eingriffe.
Payment
Recurring Payment
Recurring Payment (wiederkehrende Zahlung) ist die automatische Abbuchung des fälligen Betrags vom Kunden. Technisch wird dies über gespeicherte Zahlungsmittel-Token bei Payment-Providern wie Stripe oder Adyen abgewickelt.
Abrechnung
Proratierung (Prorated Billing)
Bei einem Tarifwechsel innerhalb einer Abrechnungsperiode wird die Differenz anteilig berechnet. Ein Kunde, der am 15. des Monats von einem 10-€-Tarif auf einen 20-€-Tarif wechselt, zahlt nur die Hälfte des Differenzbetrags für den laufenden Monat.
Buchhaltung
Passive Rechnungsabgrenzung (Accruals)
Bei Vorauszahlungen für Leistungszeiträume, die über mehrere Buchhaltungsperioden gehen (z.B. Jahresabo), müssen Abgrenzungsposten gebildet und in den Folgemonaten aufgelöst werden. Fakturia unterstützt diesen Prozess automatisch beim DATEV-Export.
Zahlung
SEPA-Lastschrift
Die SEPA-Lastschrift ermöglicht Abbuchungen im SEPA-Raum auf Basis eines einmalig erteilten Lastschriftmandats. Kunden können Buchungen innerhalb von 8 Wochen zurückbuchen – diese Rücklastschriften müssen automatisch verarbeitet werden.
Mahnwesen
Dunning Management
Dunning Management bezeichnet die systematische Nachverfolgung ausstehender Zahlungen. Ein automatisches Dunning-System versendet Zahlungserinnerungen, Mahnungen (1., 2., 3. Mahnstufe) und leitet ggf. das Inkassoverfahren ein.
E-Rechnung
ZUGFeRD
ZUGFeRD (Zentraler User Guide des Forums elektronische Rechnung Deutschland) ist ein Hybridformat: eine normale PDF-Rechnung mit eingebettetem XML-Datensatz. Damit ist die Rechnung sowohl für Menschen als auch für Softwaresysteme lesbar.
E-Rechnung
XRechnung
XRechnung ist der deutsche Standard für elektronische Rechnungen an öffentliche Auftraggeber (B2G). Es handelt sich um ein reines XML-Format ohne visuelle Komponente, das direkt maschinenlesbar ist.
Integration
Webhook
Ein Webhook ist eine automatische HTTP-Benachrichtigung, die ein System an ein anderes sendet, wenn ein bestimmtes Ereignis eintritt (z.B. neue Zahlung, Kündigung). Fakturia informiert Kundensysteme über Webhooks in Echtzeit über wichtige Systemevents.
KPI
MRR – Monthly Recurring Revenue
Der Monthly Recurring Revenue (MRR) ist eine der wichtigsten Kennzahlen für Subscription-Unternehmen. Er gibt den monatlich wiederkehrenden Umsatz aus aktiven Abonnements an und ist ein zentraler Indikator für Wachstum und Geschäftsentwicklung.
KPI
Churn Rate
Die Churn Rate (Abwanderungsrate) gibt an, wie viele Kunden ihr Abonnement in einem Zeitraum kündigen. Sie wird meist monatlich berechnet: Kündigungen im Monat ÷ Aktive Kunden zu Monatsbeginn × 100. Eine niedrige Churn Rate ist entscheidend für nachhaltiges Wachstum.
KPI
ARR – Annual Recurring Revenue
Der Annual Recurring Revenue (ARR) ist der annualisierte wiederkehrende Jahresumsatz. Bei monatlicher Betrachtung gilt: ARR = MRR × 12. ARR ist besonders relevant für Jahresabonnements und wird häufig für Investoren-Reportings verwendet.
Order-to-Cash
Order-to-Cash (OTC)
Order-to-Cash bezeichnet den vollständigen Geschäftsprozess von der Bestellung eines Kunden bis zum Geldeingang. Im Subscription-Kontext umfasst dieser Prozess: Vertragsabschluss → Rechnungserstellung → Zahlungseinzug → Buchhaltungsübergabe. Fakturia automatisiert den gesamten OTC-Prozess.
KPI
Customer Lifetime Value (CLV)
Der Customer Lifetime Value beschreibt den gesamten Umsatz, den ein Kunde über die gesamte Dauer seiner Kundenbeziehung generiert. Im Subscription-Geschäft gilt: CLV = Durchschnittlicher Monatsumsatz pro Kunde ÷ monatliche Churn Rate. Ein hoher CLV rechtfertigt höhere Akquisitionskosten und ist ein zentrales Argument für das Abo-Modell gegenüber dem Einmalkauf.
KPI
Customer Acquisition Cost (CAC)
Die Customer Acquisition Cost gibt an, wie viel ein Unternehmen im Durchschnitt ausgeben muss, um einen neuen Kunden zu gewinnen. Berechnet wird sie als Gesamtkosten für Marketing und Vertrieb in einem Zeitraum geteilt durch die Anzahl der neu gewonnenen Kunden. Im Subscription-Kontext ist das Verhältnis von CLV zu CAC entscheidend – ein gesundes Verhältnis liegt in der Regel bei mindestens 3:1.
Abrechnung
Metered Billing (verbrauchsbasierte Abrechnung)
Beim Metered Billing wird nicht ein fester Pauschalbetrag berechnet, sondern der tatsächliche Verbrauch eines Kunden – etwa API-Aufrufe, versendete E-Mails oder gespeicherte Datenmenge. Das Modell ist besonders im SaaS-Bereich verbreitet und erfordert eine präzise Erfassung und Aggregation von Nutzungsdaten vor der Rechnungsstellung.
Abrechnung
Billing Anchor
Der Billing Anchor (Abrechnungsanker) ist der feste Kalendertag, an dem die Abrechnung eines Kunden jeweils stattfindet – unabhängig vom tatsächlichen Vertragsstartdatum. Ein Unternehmen, das alle Kunden zum 1. eines Monats abrechnet, nutzt einen einheitlichen Billing Anchor. Dies vereinfacht die Buchhaltung erheblich, erfordert aber beim Vertragsstart eine proratierte Erstabrechnung.
Integration
REST-API
Eine REST-API (Representational State Transfer Application Programming Interface) ist eine standardisierte Schnittstelle, über die externe Systeme programmatisch auf Daten und Funktionen zugreifen können. Fakturia stellt eine vollständige REST-API bereit, über die Kunden, Verträge, Rechnungen und Artikel aus anderen Anwendungen heraus abgerufen und gesteuert werden können – Grundlage für jede tiefere Systemintegration.
Integration
Tokenisierung
Bei der Tokenisierung werden sensible Zahlungsdaten wie Kreditkartennummern durch einen nicht rückführbaren Ersatzwert (Token) ersetzt. Der Token wird im eigenen System gespeichert, die tatsächlichen Zahlungsdaten verbleiben sicher beim Payment-Provider. Dieses Verfahren ist die technische Grundlage für Recurring Payment und entbindet Unternehmen von der aufwendigen PCI-DSS-Zertifizierung.
Recht
PCI-DSS
Der Payment Card Industry Data Security Standard (PCI-DSS) ist ein Regelwerk der Kreditkartenorganisationen, das Unternehmen verpflichtet, Karteninhaberdaten sicher zu verarbeiten, zu speichern und zu übertragen. Für Subscription-Anbieter, die Kreditkartenzahlungen akzeptieren, ist die Einhaltung des PCI-DSS verpflichtend. Durch den Einsatz von Tokenisierung und zertifizierten Payment-Providern kann der Compliance-Aufwand erheblich reduziert werden.
Recht
Lastschriftmandat (SEPA-Mandat)
Das SEPA-Lastschriftmandat ist die schriftliche oder elektronische Genehmigung eines Kunden, mit der er einem Unternehmen erlaubt, Beträge von seinem Konto einzuziehen. Es gibt zwei Mandat-Typen: das SEPA-Basislastschrift-Mandat (für Verbraucher, 8-wöchiges Rückbuchungsrecht) und das SEPA-Firmenlastschrift-Mandat (für Unternehmen, kein Rückbuchungsrecht). Das Mandat muss eindeutig referenziert und archiviert werden.
Vertrieb
Lifetime-Provision
Eine Lifetime-Provision ist eine Vertriebsprovision, die nicht nur einmalig beim Vertragsabschluss, sondern dauerhaft für die gesamte Laufzeit des vermittelten Kundenvertrags ausgezahlt wird. Solange der geworbene Kunde aktiv ist und seine Subscription-Gebühr bezahlt, erhält der Vertriebspartner seinen prozentualen Anteil. Fakturia unterstützt die automatisierte Abrechnung solcher Lifetime-Provisionsmodelle.
KPI
Net Revenue Retention (NRR)
Die Net Revenue Retention (auch Net Dollar Retention) misst, wie sich der Umsatz aus dem bestehenden Kundenstamm über einen Zeitraum entwickelt – unter Berücksichtigung von Upgrades, Downgrades, Kündigungen und Reaktivierungen. Ein NRR über 100 % bedeutet, dass der Umsatz aus Bestandskunden wächst, selbst wenn keine neuen Kunden hinzukommen. Ein NRR über 100 % gilt als starkes Signal für ein gesundes Subscription-Geschäft.
Abrechnung
Abrechnungszyklus (Billing Cycle)
Der Abrechnungszyklus definiert den Zeitraum, für den eine Rechnung ausgestellt wird – typischerweise monatlich oder jährlich, aber auch wöchentlich oder quartalsweise möglich. Er beginnt mit dem Vertragsstartdatum oder dem Billing Anchor und endet mit dem nächsten Rechnungsdatum. Die Wahl des richtigen Zyklus beeinflusst Cashflow, Churn Rate und den administrativen Aufwand im Rechnungswesen erheblich.
Subscription
Freemium
Beim Freemium-Modell wird ein Basisprodukt dauerhaft kostenlos angeboten, während erweiterte Funktionen oder höhere Nutzungsgrenzen kostenpflichtig sind. Ziel ist es, eine große Nutzerbasis aufzubauen und einen Teil davon in zahlende Abonnenten zu konvertieren. Die Conversion Rate von Free- zu Paid-Nutzern liegt je nach Produkt typischerweise zwischen 2 und 5 Prozent.
Subscription
Trial-Periode (Testzeitraum)
Eine Trial-Periode ermöglicht es potenziellen Kunden, ein Produkt für einen begrenzten Zeitraum – häufig 14 oder 30 Tage – kostenfrei oder ohne sofortige Zahlung zu testen. Man unterscheidet zwischen dem Free Trial (kein Zahlungsmittel erforderlich) und dem Credit-Card-Trial (Zahlungsmittel wird hinterlegt, aber nicht sofort belastet). Letzteres führt in der Regel zu höheren Conversion Rates, aber auch zu mehr Churn direkt nach Trialbeginn.
Vertrieb
Expansion Revenue
Expansion Revenue bezeichnet den Mehrumsatz, der aus bestehenden Kunden durch Upgrades, Zusatzmodule oder die Buchung höherer Kontingente entsteht. Er ist eine der wertvollsten Umsatzquellen, da hierfür keine Akquisitionskosten anfallen. Hohe Expansion Revenue-Anteile am Gesamtumsatz sind ein Kennzeichen eines gut positionierten Produkts mit echtem Mehrwert und treiben den NRR über 100 %.
KPI
Gross Revenue Retention (GRR)
Die Gross Revenue Retention misst den Anteil des Umsatzes aus Bestandskunden, der nach Abzug von Kündigungen und Downgrades erhalten bleibt – ohne Berücksichtigung von Upgrades. Anders als der NRR kann die GRR maximal 100 % erreichen. Sie zeigt, wie gut ein Unternehmen seinen bestehenden Kundenstamm hält, und ist besonders relevant für Investoren, die Retention und Expansion getrennt betrachten möchten.
Recht
Umsatzsteuer-Compliance (§ 14 UStG)
Jede Rechnung in Deutschland muss bestimmte Pflichtangaben nach § 14 UStG enthalten: Vollständiger Name und Anschrift von Leistungserbringer und Leistungsempfänger, Steuernummer oder USt-ID, Ausstellungsdatum, fortlaufende Rechnungsnummer, Leistungsbeschreibung und -zeitraum, Nettobetrag, Steuersatz und Steuerbetrag sowie den Bruttobetrag. Automatisierte Abrechnungssysteme stellen sicher, dass alle Pflichtfelder lückenlos und korrekt befüllt werden.
Buchhaltung
Debitorenbuchhaltung
Die Debitorenbuchhaltung erfasst und verwaltet alle offenen Forderungen eines Unternehmens gegenüber seinen Kunden. Im Subscription-Kontext umfasst sie die Verbuchung ausgestellter Rechnungen, den Abgleich mit eingehenden Zahlungen, die Verwaltung von Mahnvorgängen und die Übergabe an das Inkasso. Fakturia übergibt alle relevanten Buchungssätze automatisch an DATEV, sodass die Debitorenbuchhaltung ohne manuelle Nacharbeit aktuell bleibt.
Integration
Zapier-Integration
Zapier ist eine No-Code-Plattform, die es ermöglicht, verschiedene Softwaretools ohne Programmierkenntnisse miteinander zu verbinden. Über sogenannte Zaps werden Trigger (z.B. neuer Vertrag in Fakturia) mit Aktionen in anderen Tools verknüpft (z.B. Kontakt in einem CRM anlegen, E-Mail über einen Newsletter-Dienst versenden). Fakturia bietet eine native Zapier-Integration, über die Verbindungen zu mehr als 2.000 weiteren Tools hergestellt werden können.
Abrechnung
Rechnungskorrektur (Storno)
Eine Rechnungskorrektur, umgangssprachlich auch Storno genannt, wird ausgestellt, wenn eine bereits versendete Rechnung fehlerhaft war oder eine Leistung nicht erbracht wurde. In Deutschland ist eine schlichte Löschung einer Rechnung nicht zulässig – stattdessen muss eine Stornorechnung erstellt werden, die die ursprüngliche Rechnung mit negativem Betrag gegenseitig aufhebt. Anschließend kann eine neue, korrekte Rechnung ausgestellt werden.
Subscription
Win-back-Kampagne
Eine Win-back-Kampagne richtet sich an Kunden, die ihr Abonnement gekündigt haben, mit dem Ziel, sie zur Rückkehr zu bewegen. Typische Maßnahmen sind zeitlich befristete Rabattangebote, die gezielte Kommunikation von Produktverbesserungen seit der Kündigung oder ein persönlicher Kontakt durch den Vertrieb. Win-back-Kampagnen sind kosteneffizienter als die Neukundenakquise, da Kaufbereitschaft und Produktkenntnis bereits vorhanden sind.
Payment
Gläubiger-Identifikationsnummer
Die Gläubiger-Identifikationsnummer (Gläubiger-ID) ist eine eindeutige Kennung, die von der Deutschen Bundesbank an Unternehmen vergeben wird, die SEPA-Lastschriften einziehen möchten. Sie muss auf jedem Lastschriftmandat und in jeder Vorabankündigung angegeben werden und dient zur eindeutigen Identifikation des einziehenden Unternehmens gegenüber dem Zahlungsdienstleister des Kunden.
Payment
Vorabankündigung (Pre-Notification)
Die Vorabankündigung ist die gesetzlich vorgeschriebene Information an den Zahlungspflichtigen, dass demnächst eine SEPA-Lastschrift eingezogen wird. Sie muss Betrag, Fälligkeitsdatum, Gläubiger-ID und Mandatsreferenz enthalten und dem Kunden mindestens 14 Tage vor dem Einzug zugehen – sofern keine kürzere Frist vereinbart wurde. Im Subscription-Kontext übernimmt oft die automatisch versendete Rechnung diese Funktion.
Payment
Rücklastschrift
Eine Rücklastschrift entsteht, wenn eine per SEPA-Lastschrift eingezogene Zahlung vom Zahlungsdienstleister des Kunden zurückgegeben wird – etwa wegen unzureichender Kontodeckung, widerrufenen Mandats oder aktiver Rückbuchung durch den Kontoinhaber. Rücklastschriften verursachen Bearbeitungsgebühren und erfordern einen sofortigen Folgeprozess: erneute Rechnungsstellung, Dunning Management und ggf. Zugangssperrung.
Subscription
Aha-Moment
Der Aha-Moment bezeichnet den Zeitpunkt in der Nutzererfahrung, an dem ein Testnutzer erstmals den konkreten Wert eines Produkts für sich erlebt und versteht. Er ist der entscheidende Faktor für die Trial-to-Paid-Conversion: Je früher ein Nutzer seinen persönlichen Aha-Moment erreicht, desto wahrscheinlicher wird er zum zahlenden Abonnenten. Gutes Onboarding-Design hat die Aufgabe, diesen Moment gezielt herbeizuführen.
Abrechnung
Inklusivkontingent
Ein Inklusivkontingent bezeichnet eine in einem Tarif enthaltene Menge einer Leistungseinheit – etwa eine bestimmte Anzahl von Nutzern, API-Aufrufen oder gespeicherten Datensätzen – die ohne Aufpreis genutzt werden kann. Verbrauch oberhalb des Kontingents wird zu einem definierten Überpreis berechnet. Inklusivkontingente kombinieren die Planbarkeit eines Pauschalpreises mit der Flexibilität verbrauchsbasierter Abrechnung.
Vertrieb
Upselling
Upselling bezeichnet die gezielte Empfehlung eines höherwertigen Tarifs oder einer Premium-Version an einen bestehenden Kunden. Im Subscription-Kontext ist Upselling ein zentrales Instrument zur Steigerung des Expansion Revenue und des Customer Lifetime Value. Erfolgreiches Upselling setzt voraus, dass der Kunde den Mehrwert des höheren Tarifs klar erkennt – und dass der Tarifwechsel im Abrechnungssystem reibungslos und transparent abgebildet wird.
Vertrieb
Cross-Selling
Cross-Selling bezeichnet das Angebot ergänzender Produkte oder Module an bestehende Kunden. Während Upselling denselben Kunden auf eine höhere Tarifstufe bringt, erweitert Cross-Selling die gebuchten Leistungen um neue Kategorien – etwa ein Add-on-Modul, eine Zusatzlizenz oder einen erweiterten Support-Plan. Beide Instrumente zusammen sind die wichtigsten Hebel für den Expansion Revenue im Bestandskundengeschäft.
Recht
Fernabsatzvertrag
Ein Fernabsatzvertrag ist ein Vertrag, der zwischen einem Unternehmer und einem Verbraucher ausschließlich über Fernkommunikationsmittel – also online, per E-Mail oder telefonisch – abgeschlossen wird. Für Fernabsatzverträge gelten besondere gesetzliche Anforderungen, darunter Informationspflichten vor Vertragsabschluss, ein 14-tägiges Widerrufsrecht und – bei Dauerschuldverhältnissen wie Abonnements – die Pflicht zur Bereitstellung eines Kündigungsbuttons nach § 312k BGB.
Integration
Model Context Protocol (MCP)
Das Model Context Protocol (MCP) ist ein offener Standard für die Verbindung zwischen KI-Assistenten und externen Softwaresystemen. Es ermöglicht KI-Modellen wie Claude, über definierte Tools direkt auf APIs zuzugreifen, Daten abzurufen und Aktionen auszulösen. Im Subscription-Management erlaubt ein MCP-Server – wie der für Fakturia verfügbare Open-Source-Server – KI-Assistenten, Verträge anzulegen, Rechnungen abzurufen oder Kundendaten zu verwalten, ohne dass der Nutzer manuell API-Aufrufe formulieren muss.
Subscription
Involuntary Churn (unfreiwilliger Churn)
Involuntary Churn bezeichnet die unbeabsichtigte Kündigung eines Abonnements infolge fehlgeschlagener Zahlungen – der Kunde möchte das Abo behalten, kann es aber nicht, weil seine Kreditkarte abgelaufen ist oder sein Konto nicht gedeckt war. Im Gegensatz zum freiwilligen Churn ist Involuntary Churn durch ein konsequentes Dunning Management und automatische Zahlungsretry-Logik zu einem großen Teil vermeidbar und sollte getrennt von der Gesamt-Churn-Rate ausgewiesen werden.